REA beteiligt sich an Finanzierung von Projekten des BWE zu Netzanschluss und Energiewende

Bestehende Kapazitäten können zukünftig effizienter genutzt werden, wie hier an unserem UW in Erftstadt
Studie zu Netzverknüpfungspunkten hat bereits Einzug ins Gesetz gefunden – Energiewenderechner veröffentlicht
Wir unterstützen nicht nur den Ausbau der Windenergie, sondern engagieren uns auch für Projekte, die dazu beitragen, die Energiewende ganzheitlich und effizient umzusetzen. Dazu gehören sowohl die Entwicklung neuer Ansätze für die regionale Planung als auch Lösungen für eine bessere Nutzung der bestehenden Netzinfrastruktur.
Energiewenderechner: Regionale Planung neu denken
Ein aktuelles Beispiel ist der Energiewenderechner des Bundesverbands Erneuerbare Energien e. V. (BEE), der am 15. September veröffentlicht wurde. Wir unterstützen dieses Projekt gemeinsam mit insgesamt 305 Unternehmen, Verbänden, Institutionen und öffentlichen Akteuren.
Dieses breite Bündnis ist in dieser Form einmalig und unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die weitere Umsetzung der Energiewende.
Zitat Daniel Rüttgers, Teamleiter Projektentwicklung: „Mit unseren WEA und PV-Projekten machen wir bereits seit mehr als 25 Jahren die Stromwende regional sichtbar, mit dem Energiewenderechner wird nun noch mehr deutlich, wie daraus regional und überregional ein funktionierendes Energiesystem wird.“
Mit dem digitalen Tool kann der regionale Ausbau der Erneuerbaren Energien vorausschauend geplant und die Erzeugung stärker am Verbrauch ausgerichtet werden. Dabei lassen sich Landkreise einzeln oder gemeinsam simulieren und anschließend bis auf Bundesland- und Deutschlandebene zusammenführen.
Der Energiewenderechner schafft damit eine gemeinsame Datengrundlage und Simulationsebene. So werden regionale Entwicklungen transparenter und Ergebnisse bessere miteinander vergleichbar.
Denn entscheidend ist nicht nur, wie viel erneuerbare Energie wir erzeugen, sondern auch, wo, wann und in welchem Zusammenspiel sie erzeugt und verbraucht wird. Was regional erzeugt und verbraucht werden kann, muss nicht über weite Strecken transportiert werden, sondern kann direkt vor Ort genutzt werden.
Mit der Veröffentlichung am 15. September beginnt die praktische Anwendung: Ab diesem Zeitpunkt steht der Energiewenderechner für die regionale Planung und Simulation in ganz Deutschland zur Verfügung.
NVP-Studie: Bestehende Netzinfrastruktur effizienter nutzen
Neben Bau und Betrieb von Windparks unterstützen wir auch Forschung und Entwicklung, deren Ergebnisse bereits wichtige Impulse für die Energiewende geliefert haben. Ein Beispiel dafür ist die NVP-Studie, die bereits vor zwei Jahren veröffentlicht wurde und von uns über den Bundesverband WindEnergie (BWE) mitfinanziert wurde.
Die Studie untersucht, wie ungenutzte Kapazitäten an Netzverknüfungspunkten (NVP) effizienter genutzt werden können. Denn der Ausbau der Erneuerbaren Energien scheitert oftmals daran, dass keine ausreichende Möglichkeit besteht, neue WEA an das Stromnetz anzuschließen.
Der in der Studie untersuchte Ansatz sieht vor, mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen an einem NVP anzuschließen, als bei einer gleichzeitigen Volllast aller Erzeuger technisch zur Verfügung stehen würde. Hintergrund ist, dass nicht alle angeschlossenen Erzeuger gleichzeitig ihre maximale Leistung erzeugen und einspeisen.
Durch diese theoretische Überbelegung eines NVP können Projekte schneller realisiert, Netzanschlusskosten reduziert und bestehende Netzanbindungen besser ausgelastet werden.
Insgesamt kann ein NVP dabei mit bis zu 250 % der verfügbaren Anschlussleistung belegt werden, ohne dass es zu nennenswerten Überschüssen kommt. Das bedeutet: Es wird zwar mehr Erzeugungsleistung angeschlossen, als der NVP bei einer gleichzeitigen Volllast aller Einspeiser aufnehmen könnte, da die verschiedenen Erzeugungsanlagen jedoch nicht dauerhaft gleichzeitig ihre maximale Leistung erzeugen, kann die vorhandene Netzinfrastruktur effizienter genutzt werden.
Insbesondere die Kombination aus Windenergie, Photovoltaik, Bioenergie und Stromspeichern macht dieses Konzept wirtschaftlich und technologisch sinnvoll. Es trägt dazu bei, Erneuerbare-Energien-Anlagen schneller an das Stromnetz anzuschließen und vorhandene Netzinfrastruktur effizienter zu nutzen.


